wie Ihnen als gebildete Herren bekannt sein dürfte, ist es ein Privileg der Jugend, zu des Kaisers Fahnen zu eilen, um dann, unter redlicher Aufsicht erfahrener Offiziere, zu Menschen gemacht zu werden.

Heureka, ich erinnere mich noch daran, wie ich mich nach der Vertreibung aus dem elterlichen Hause (zum 18 Geburtstag, eine Tradition in der Familie derer von Klotz) barfuß und mit leichter Sommerkleidung auf den Weg zur 400 Kilometer entfernten Infanterieschule machte – bei Minus 20 Grad, in einer herrlichen und klaren Winternacht.

Sanft knirschte der Schnee unter meinen Schritten und die fallenden Flocken brachten angenehme Kühlung auf die Striemen, welche die väterliche Reitpeitsche mir zum Abschied beigebracht hatte. In elterlicher Fürsorge hatte meine Frau Mama darauf bestanden, dass mein strenger Herr Vater mir ein ganzes Dutzend dieser liebevollen Zuwendungen mit auf den Weg gab, damit ich auf dem Rest der Reise davon zehren konnte. Ach, es war eine vergnügte, eine unbeschwerte Wanderung und der brennende Rücken vermochte wirklich, mich das sonst so quälende Hungergefühl vergessen zu lassen.

Die erfrorenen Zehen jener Tage und Nächte lassen sich noch heute bestaunen und künden davon, dass es die richtige Entscheidung war, die mich auf den Weg in ein anständiges Leben gebracht hat!

An der Infanterieschule wurde ich dann unter die strenge Obhut des Herrn Rittmeister von Prügelpeitsch gestellt. Dieser Herr war in der Wildnis von einem Rudel Wölfe aufgezogen worden, hatte sich bereits im Alter von 6 Jahren, nach mehreren kämpfen auf Leben und Tod zum Rudelführer durchgebissen und war dann schließlich, im Alter von 12 Jahren bei der Kaiserlichen Infanterie „zu einer Art Mensch geworden“.

Nie werde ich den berühmten ersten „Anschiß“ vergessen, den er uns blutjungen Rekruten verpasste, weil wir es gewagt hatten, nach nicht einmal 300 zackigen Liegestützen zu schwächeln. Der Herr Rittmeister brüllte mit solcher Bravour, dass den beiden vordersten Rekruten die Ohren bluteten und ein junger Spund in der zweiten Reihe tot zusammenbrach und alle Viere von sich streckte. Noch stundenlang brüllte der Herr Rittmeister den Verblichenen wegen „Fahnenflucht“ an und ließ die gesamte Kompanie für 24-Stunden im Regen still stehen um somit zu testen „Ob noch ein fauler Apfel im Korbe sei.“

Ach ja, unbekümmerte Jugendzeit, wo bist du nur geblieben?

Heute jedoch, werden die Jungen Menschen verhätschelt und verzärtelt, dass einem das Grausen kommt. Dies beginnt bereits in der sogenannten „Trotzphase“ (4 -6 Monate) in der das Kind herumschreit und sich wie ein so genannter Halbstarker gebiert. Vernünftig wäre natürlich, so etwas gar nicht erst durchgehen zu lassen und das Kindelein in einen finsteren Keller oder Brunnenschacht zu werfen, wo es in Ruhe über sein Verhalten nachdenken kann. Stattdessen wird es aber mit unnützem Tand beschenkt, in beheizten Räumen aufbewahrt und hat manches mal sogar eine so genannte „Wiege“, in der es (statt auf Stroh oder dem nackten Beton) ruhen kann. Undenkbar sagen sie? Die traurige Wahrheit sage ich!

Später dann wird das Kindelein nach den Regeln der Montessori-Sekte erzogen und gibt sich früh dem Drogenrausch, der Strommusik und der Unzucht hin. Diese Entgleisung beginnt in der Regel mit etwa 7-12 Jahren und trifft auf etwa 99% aller Jugendlichen zu. Ich habe mir daher angewöhnt, junge Menschen auf der Straße nicht wie bisher einfach nur anzubrüllen sondern ohne Vorwarnung zu Ohrfeigen, wann immer einer in Reichweite kommt. Schließlich kann ich mir absolut sicher sein, dass der junge Flegel das auch wirklich verdient hat.

In meiner Jugend war es noch nicht Sitte, sich bei einem Tanztee zusammenzurotten und Musik von Radaubrüdern wie Bill Haley zu hören. Wir vergnügten uns damit, auf dem Acker übrig gebliebene Kartoffeln auszugraben um unsere schmale Kost aufzubessern oder gemeinschaftlich die heilige Schrift auswendig zu lernen.

Die heutige Jugend jedoch ist keinen Schuß Pulver mehr wert, sage ich! Wie man mit diesem Haufen von Versagern, Faulpelzen und gottlosen Heidenkindern den nächsten Krieg gewinnen soll, ist mir absolut schleierhaft! Früher gab es ein geflügeltes Wort, das ich gerne an dieser Stelle zitieren möchte:

Wenn die Rute fröhlich singt
freuen sich Kaiser
und Jesukind


Hierin steckt viel wahrheit, sapperlot!
Ich fordere daher mehr als jemals zuvor die Rückkehr unseres lieben Kaisers, damit auch in Erziehungsfragen wieder zu den traditionellen und bewährten Formen zurückgefunden wird!
Ich fordere Sie alle redlichst auf, die Jugend zu züchtigen, wo immer sich die Gelegenheit bietet! Denn: die geprügelte Jugend von heute wird es uns morgen redlichst danken. Und nichts ist schöner, als der Blick dankbarer Kinderaugen, sapperlot!

Herzlichst
Bodo von Klotz, Konteradmiral a.D.


Baron Jesus Maria von Friedel Konteradmiral a.D. Bodo von Klotz Dr. Traugott Leimhuber Ferdinand Birnbaum Baldian Loth Kardinal Theodore de Marcus