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Wie jedes Frühjahr blieb ich auch dieses Jahr von einer leichten Grippe nicht verschont, Potztausend!

Und wieder einmal traf mich die diabolische Krankheit völligst unvorbereitet, am gestrigen Tage war ich gezwungen, den ganzen Tag das redliche Bett zu hüten, ohne im Vorfeld die Chance gehabt zu haben, mich mit redlichem Lesestoff zu versorgen. Wie Sie, werte Leser sicher gut verstehen können, ist ein wacher, ruheloser Geist wie der Meine ist kaum in der Lage, sich den lieben langen Tag nur mit dem Anstarren der Zimmerdecke zu beschäftigen, zumal diese ohne eine redliche Raufaser-Struktur, welche stets neue Figuren und Formen preisgibt nur bedingten Unterhaltungswert aufweist.

So schien mir nur der Fernsehapparat zu bleiben, Potzdonner! Hatte ich zu dieser Stunde nur das Testbild erwartet, so herrschte zu meiner großen Überraschung bereits auf allen Sendern Hochbetrieb. HEUREKA- scheinbar hatte sich in den letzten Jahren auf dem Fernsehsektor einiges getan. Leider ließ die dargebotene Qualität stark zu wünschen übrig. Nachdem ich eine Weile „herumgezappelt“ (Vorsicht, Jugendsprache) hatte, entdeckte ich allerdings doch eine Sendung, die zunächst mein Interesse zu wecken vermochte:
Es handelte sich hierbei anscheinend um eine Lebendübertragung aus einem Gerichtsaale, gleich zu Beginn wurde ein garstiger Schmierlapp vorgeführt, welchem schreckliche Missetaten zur Last gelegt wurden. Potzdonner, das versprach nun doch interessant zu werden – sicherlich würde dieser Lump nicht unter zwanzig Jahren Zuchthaus davonkommen, dieses Vergnügen wollte ich mir kaum versagen.

Die redliche Verhandlung zog sich ungemein in die Länge, wobei mir vor Allem das ungebührliche Verhalten der Zeugen und des Angeklagten besonders negativ ins Auge fiel, das ganze Pack scheute sich nicht, aufs diabolischste herumzufluchen und sich völlig ungehemmt mit schrecklichen Verwünschungen zu bedenken, welche dem selbst ordinärsten Droschkenkutscher die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätten, und dies wohlgemerkt bei Gerichte, Potztausend!
Hatte ich nun ein striktes Eingreifen des Richters und des Staatsanwalts erwartet, wurde ich nun abermals enttäuscht: Anstatt dem schrecklichen Treiben in seinem Saale Einhalt zu gebieten verfolgte der offensichtlich verwirrte Richter, eine Herr Namens „Hold“, das bunte Treiben nur mit einem milden Blick, der ihm zur Seite gestellte, ausgemachte Schandfleck für den Gesamten Berufsstand der Staatsanwälte beteiligte sich gar noch an dem Hottentotten-Theater.
Zum Donnerkeil, niemals hätte ich geahnt, in welch bejammernswertem Zustand sich unsere Gerichtsbarkeit befindet, hier scheint die Regierung Schröder noch mehr Schaden angerichtet zu haben als in den anderen Feldern, in denen sich diese seit Jahren erfolglos versucht.
Doch das ganze kam noch „besser“:

Die verwirrte Fratze des Bösen – Richter Alexander Un- Hold
Hatte ich mich während des gesamten Verhandlungsverlaufs noch mit dem Gedanken getröstet, mir den Angeklagten mit gestreifter Kleidung und einer Fünf-Zentner Kugel am Fuße beim Steineklopfen vorzustellen, so bleib mir bei der Urteilsverkündung endgültig die Spucke weg, Potzdonner!

DREI MONATE JUGENDARREST, ZUDEM NOCH AUF BEWÄHRUNG!

Nun war meine Grippe allerdings redlichst vergessen – wutentbrannt sprang ich von meiner Lagerstatt, und tobte in meinem Eigenheim herum, dass sich die Tapete von den Wänden rollte, Potztausend!

Werte Leser, habe ich bislang noch fassungslos nach den Gründen für Drogenmissbrauch, Unzucht und Hip-Hüpf, so bekam ich sie nun auf dem Silbertablett serviert, bei solch einer verweichlichten Justiz können mich diese Übel jedenfalls kaum mehr verwundern. Ich werde nun jedenfalls umgehend einen geharnischten Schrieb an das redliche Justizministerium verfassen, Herr Richter Un-Hold gehört umgehend nach Köln strafversetzt, Donnerwetter!
Ich möchte Sie nun freundlichst ersuchen, es mir gleichzutun, je mehr Stimmen sich gegen diesen Dämlack erheben, desto besser!

Ihr
Baron von Friedel

Baron Jesus Maria von Friedel Konteradmiral a.D. Bodo von Klotz Dr. Traugott Leimhuber Ferdinand Birnbaum Baldian Loth Kardinal Theodore de Marcus