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Wie Sie unseren keuschen Grußworten in ebendiesem Bereiche gewiss bereits entnahmen, kam es am vergangenen Wochenende zu einem redlichen Treffen einiger Brettnutzer, Herr von Klotz hatte ins redliche Düsseldorf geladen, Potztausend!

Nachdem ich dem redlichen Wagon des Reichbahnzuges entstiegen war, wurde ich unverzüglichst eines großen Menschenauflaufes gewahr, in der Tat hatte der Herr Konteradmiral weder Kosten noch Mühen gescheut, und zusätzlich zu einem redlichen Zwanzig-Mann-Orchester den Herrn Bürgermeister zum redlichen Bahnhofe beordert, welcher mir umgehend einen goldenen Schlüssel sowie eine lebenslange Mitgliedschaft in der Düsseldorfer Leihbücherei überreichte, eine redliche Ehre, fürwahr!

Nun galt es lediglich, das Eintreffen des Herr Radenhüber zu erwarten, dieser hatte seine Ankunft mit der keuschen „Transhawaiianischen Eisenbahn“ eine Stunde nach dem Meinigen angekündigt, die verbleibende Zeit nutzen die Herren von Klotz, Pfannkucher, sowie meine Person zu einigen redlichen Debatten über die Keuschheit, sowie die politischen Missstände in unserem Lande, Potzdonner!

Heureka, welch Wonne, einmal mit vernünftigen Menschen über solch schwerwiegende Probleme zu reflektieren!

Nun, die Zeit verging in der Tat wie im Fluge, alsbald befanden wir uns allesamt auf wiederum auf dem Bahnsteige, um den Herrn Diktator in Empfange zu nehmen, Herr von Klotz befahl dem Herrn Bürgermeister im scharfen Tone „sich umgehend zu nämlichem Bahnsteige zu bemühen“, hatte dieser doch den garstigen Versuch unternommen, sich heimlichst davonzustehlen.

Mit lautem Donnern kündigte sich die fürstlich geschmückte Lokomotive der Hawaiianischen Staatseisenbahn schon bald im gesamten Bahnhofe an, zunächst erlebte die keusche Marschkapelle eine unliebsame Überraschung, als dieser zunächst mitnichten der Herr Diktator, sondern vielmehr eine gewaltige Elchherde entstiegt, welche der Herr Diktator als Gastgeschenk für den Herrn Konteradmiral direktemang aus seiner redlichen Elchzucht ins redliche Düsseldorf überführt hatte.

Wir begrüßten uns redlichst, hatten wir uns doch bereits eine ganze Weile nicht mehr von Angesichte zu Angesichte gegenübergestanden, auch der Herr Bürgermeister hätte sich gerne an unseren Gesprächen beteiligt, oder sich respektive in unserem Ruhme gesonnt, jedoch herrschte Herr von Klotz diesen an, „er möge sich nun endlich wieder an seine Arbeit begeben, anstatt hier am Bahnhofe faul herumzulümmeln“.

Nun, werte Leser, wer uns kennt, der sollte durchaus wissen, dass grundredliche Menschen unserer Prägung sich mitnichten aus Gründen des bloßen Müßigganges verabreden, gewiss war es durchaus als opportun zu erachten, unsere keusche Zusammenkunft auch zur Verbesserung der allgemeinen Redlichkeit im redlichen Düsseldorf zu nutzen, hierzu hatten wir uns wahrhaft Großes, spricht die Lotterhafte Altstadt vorgenommen, erfordert diese doch die Anwesenheit von einigen Kapazitäten der Redlichkeit, hier wäre selbst Herr von Klotz allein völligst überfordert, Potztausend!

In der Tat kann man im Zusammenhange mit diesem keuschen Vorhaben durchaus von einem vollen Erfolge sprechen, standen am Ende unseres Einsatzes doch immerhin zehn Verhaftungen, sowie zumindest doppelt soviele Anzeigen zu Buche, wobei sich insbesondere der redliche Herr Radenhüber durch seinen ausgesprochenen missionarischen Eifer hervortat, ließ er es sich doch nicht nehmen, selbst die garstigsten Lumpen und Gehirnbrandopfer aufs Eindringlichste zur Redlichkeit zu ermahnen, hier schien ihm seine eigene Gesundheit lediglich an zweiter Stelle von Interesse.

Sodann begaben wir uns endlich in den redlichen Geranienwege, um mit dem angenehmen Teil des Abends zu beginnen.

Nachdem wir unser Gepäck redlichst im Keller (in einem Nebenraume, selbstverständlich nicht in jenem Raume, welcher die garstigen Kindlein beherbergte) deponiert hatten, begaben wir uns unverzüglichst zum Eigenheime des Herrn Hoffmann, welcher just an diesem Tage sein redliches Wiegenfeste beging, zu diesem feierlichen Anlasse war es uns kaum zu verdenken, dass wir uns einige redliche Underbergs sowie zum Abschlusse einen delikaten Trompetentee aus den Beständen des Herrn Keulensieder gönnten, Potztausend!

Zum Abschlusse dieses ausgesprochen gelungenen Tages flanierten wir in gemütlicher Art und Weise zurück zum Eigenheime des Herrn Konteradmiral, wobei lediglich Herr Pfannkucher aus der Reihe fiel, war dieser doch mit dem Fahrrade angereist (jedoch sollte dieser sich meiner Bescheidenen Meinung nach ebenfalls als Fußgänger versuchen, schon allen zum Schutze seiner Mitmenschen, hll).

Nachdem wir noch einige Zeit gemeinsam das Eigenheim der Auerstedts durch das Giebelfenster beobachtet hatten (hierzu rückten wir uns einige Stühle an selbiges), legten wir uns schließlich redlichst zur Ruhe.

Nachdem wir am darauf folgenden Sonntage die Frühmesse besucht hatten, begaben wir uns unverzüglichst zu einer der nobelsten Lokalitäten in ganz Düsseldorf, diese hatte Herr Dr, Leimhuber vorgeschlagen, um dort unsere Bekanntschaft mit einer gewissen Auffrischung zu versehen, war er in seiner Eigenschaft als viel beschäftigter Oberstaatsanwalt doch leider nicht imstande, bereits an unserer Säuerungsaktion der diabolischen Altstadt teilzunehmen, lediglich hatte er uns zu diesem Anlasse mit einer keuschen Genehmigung bedacht.

Als wir endlich eintrafen, hatte sich der Herr Doktor bereits auf seinen Stammplatze begeben, gerade bedachte er den Ober mit einem fürstlichen Überzeugungsgelde, auf das dieser sich ausschließlich um unseren Tische bemühe, eine ausgesprochen noble Geste, wie ich finde.

Nun, nach einem eingehenden Studium der redlichen Speisekarte wurden recht schnell die ausgesprochen gesalzenen Preise des nämlichen Etablissements ersichtlich, lediglich Herrn Leimhuber schienen diese kaum zustören, orderte dieser doch umgehend eines der teuersten Gerichte, auch war er grundsätzlich durchaus bereit, uns redlichst freizuhalten, jedoch wäre hierzu eine menschliche Geste zwingend erforderlich, um sein Bild von unseren Persönlichkeiten mit einer gewissen Auffrischung zu versehen, schließlich „lade ich ausschließlich nette Menschen zum Speisen“, so der Herr Doktor wörtlich.

Schlussendlich entschieden Herr von Klotz sowie meine Wenigkeit uns für eine redliche Rindersuppe, wohingegen der Herr Diktator bedauerlicherweise seine Zahnprothese vergessen hatte, und daher mit einem Passierten Kartoffelbreie vorlieb nehmen musste.

Nun, abseitig der Nahrungsaufnahme plauderten wir redlichst über die Redlichkeit im Allgemeinen, sowie die Löblichkeit im Besonderen.

Die Details unserer Abreise möchte ich Ihnen nunmehr ersparen, ist dieser redliche Bericht doch ohnehin bereits geneigt, den Rahmen einer keuschen Erlebnisschilderung gewaltigst zu überspannen, jedoch werden Sie mir gewiss beipflichten, wenn ich sage: besondere Anlässe erfordern besondere Berichterstattung, Potztausend!

Ihr
Baron von Friedel

Baron Jesus Maria von Friedel Konteradmiral a.D. Bodo von Klotz Dr. Traugott Leimhuber Ferdinand Birnbaum Baldian Loth Kardinal Theodore de Marcus