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Nachdem mir bereits zu zahlreichen Anlässen gewisse Dissonanzen bezüglich der eigentlich grundredlichen Begrifflichkeit der „Bauernfängerei“ augenfällig wurden, möchte ich Ihnen nunmehr mittels dieses keuschen Ratgebers dieser in früheren Zeiten gerade beim redlichen Landadel ausgesprochen beliebten Form der Freizeitgestaltung einige Hilfestellungen an die Hand reichen, um der heutzutage ausgesprochen negativen Besetzung dieses Begriffs endgültig den unredlichen Gar auszumachen, Potztausend!

Will man sich dieser redlichen Ertüchtigung auch heutzutage noch befleißigen, so muss man doch einige Vorkehrungen treffen, welcher es zu früheren Zeiten kaum bedurfte, ist doch auch der gemeine Bauer den Gesetzen der Evolution ausgesetzt, wenn auch in ausgesprochen träger Art und Weise.

Genügte es im redlichen Mittelalter noch vollauf, einen Bauern vom heute schon sprichwörtlichen Baume zu schütteln, so gestaltet sich der Fall heute durchaus komplexer, haben diese Lümmel doch inzwischen gelernt, sich der ihnen dereinst vom redlichen Adel gelehrten Disziplin der Landkultivierung ganz von selbst zu befleißigen, durchaus überraschend, hätte man nach der unseligen Abschaffung doch eigentlich mit einer Rückkehr derselben in ihre natürlichen Lebensräume (sprich: die Bäume, bisweilen auch die Sümpfe) gerechnet.

Nun, wie schon so oft, so ist wohl auch in diesem Falle die garstige, von Herrn Darwin erfundene Evolution für dieses Sachverhalt zur Verantwortung zu ziehen, noch heute hoffe ich inständigst, dass dieser Schmierlapp für diese garstige Erfindung in den tiefsten Untiefen der Hölle schmort, Potzdonner!

Nun, genug der langen Vorreden und Lamentos, kommen wir nun zur wichtigsten Frage: Wie kann ich dieser durchaus keuschen Beschäftigung trotz aller Hindernisse auch heutzutage noch nachgehen?

In der Praxis haben sich folgende Methoden als durchaus wirksam erwiesen:

1. Die Auslegung eines wirksamen Köders

In dieser Hinsicht haben sich sogenannte „EU-Fördermittel“ in ausgesprochener Art und Weise bewährt, üben diese doch eine geradezu magische Anziehungskraft auf Bauern jeder Prägung aus, hier empfiehlt sich die Auslegung derselben vor häufig von Bauern frequentierten Plätzen (Dorfgasthaus, Jauchegrube), sowie die Aushebung einer redlichen Fallgrube, welche Sie anschließend mittels einiger zuvor von Ihren Lakaien gesammelten Äste und anderen Gestrüppe mit einer ausreichenden Tarnung versehen.

Sie werden sehen – die Bauern werden nicht einmal bemerken, sich innerhalb einer geschickt platzierten Falle zu befinden, während diese sich an Ihrem Köder laben, Ihnen bleibt lediglich, diese in Ketten zu legen, und umgehend in Ihr Kastell zu verbringen.

2. Brunftschreinachahmung (für Fortgeschrittene)

Hier empfiehlt sich im Vorfelde eine ausgiebige Beobachtung am Objekte: Legen Sie sich redlichst auf die Lauer, und observieren Sie einen beliebigen Bauern bei seinem Tagewerke, gewiss wird dieser irgendwann einen garstigen Brunftschreie ausstoßen, und sich sodann in seine spärliche Lehmhütte begeben, um dort Unverholenst der Unzucht zu frönen, Potztausend! Allerdings wird nämlicher Schrei auch andere Bauern aus der näheren Umgebung anlocken, welche die unmittelbare Nähe eines paarungswilligen Weibchens vermuten, somit sollten Sie mit der Nachstellung nämlichen Lautes durchaus redliche Ergebnisse zu erzielen vermögen.

Eine kleine Hilfestellung: bei der Imitierung des Brunftschreis sollten Sie für bestmögliche Ergebnisse dringendst darauf achten, den Mund nicht zu weit zu öffnen, von der Intonation sollte sich Ihr Versuch in etwa der Nachahmung eines garstigen Darmgeräusches annähern.

Sie sehen – mittels einiger redlicher Kniffe ist es auch in unseren Zeiten durchaus nicht unmöglich, dieser traditionsreichen Vergnügung nachzugehen, mittels der von meiner Person stark forcierten Wiedereinführung des redlichen Lehnswesens sollte es auch in Bälde möglich sein, diese an geltendes Recht anzulehnen.

In diesem Sinne: Waidmanns heil!

Ihr
Baron von Friedel

Baron Jesus Maria von Friedel Konteradmiral a.D. Bodo von Klotz Dr. Traugott Leimhuber Ferdinand Birnbaum Baldian Loth Kardinal Theodore de Marcus