Sehr geehrte Damen und Herren,

insbesondere Jugendliche sagen "Nein" zur gesunden Ernährung und bevorzugen stattdessen fettige Frikadellenbrötchen, den sogenannten "Hamburgern". Kürzlich war ich erstmals in einem Wirtshaus der Marke Mc Donald, Inbegriff der vernachlässigten Esskultur. Hier mein erschütternder Bericht:

Um 12.30 Uhr betrat ich das Wirtshaus und suchte mir zunächst einen Platz im Nichtraucherbereich. Welch ein Glück: Am Fenster war noch ein Tisch frei, so dass ich die schöne Landschaft betrachten konnte.
In dem Restaurant herrschte ein diabolischer Lärm. Laut gröhlende Kinder und Felsenmusik aus einem Deckenlautsprecher direkt über mir raubten mir den letzten Nerv. Mit der Sauberkeit nahm man es offenbar auch nicht so genau. Auf dem Fußboden lagen breitgetretene Kartoffelstäbchen und Salatblätter herum.
So saß ich also an meinem Platz und wartete auf die Bedienung mit der Speisekarte. Aus verschiedenen Zeitungsartikeln wusste ich bereits, dass ich nicht unbedingt ein Festmahl zu erwarten hatte, aber zumindest wollte ich doch wissen, was zur Auswahl stand. Die Zeit verstrich. Als mich nach einer geschlagegen halben Stunde immer noch keine Bedienung berücksichtigt hatte, wurde ich allmählich wütend. Ich rief "Bedienung bitte!" und wurde von den anderen Gästen mit einem verständnislosen Lächeln bedacht. Ein junges Fräulein, welches am gegenübergelegenen Tisch saß, wies mich darauf hin, dass es hier keine Bedienung gäbe; ich müsste mir etwas am Tresen holen. Der Palmenspitze nahe, begab ich mich zähneknirschend zum Tresen. Der Mitarbeiter, der in einer viel zu kleinen und verwaschenen Uniform steckte, sprach mich in gebrochenem Deutsch an. Auffällig war zudem, dass er miserabel rasiert war und Dreck unter den Fingernägeln hatte - Wie widerlich!
Ich fragte, was er empfehlen könne, doch er schien kein Wort zu verstehen, so dass ich nach seinem Vorgesetzten verlangte. Während ich wartete, bediente er einige Jugendliche, die sich Schnellspeisen mit den unsinnigsten Namen bestellten. Als nach 6 Minuten endlich der Vorgesetzte eintraf, schilderte ich ihm mein Anliegen und fragte ihn, warum ein Mitarbeiter ohne Sprachkenntnisse die Gäste bediene. Außerdem forderte ich, diesen Drecksspatz von Mitarbeiter unter die Dusche zu stellen. Jemand, der Körperhygiene klein schreibt, darf schließlich keinen Umgang mit Lebensmitteln haben, sapperlot!
Scheinbar hatte der Vorgesetzte Probleme, meiner Argumentation zu folgen, nahm aber dennoch meine Bestellung an. Nachdem ich die völlig unübersichtliche Speisekarte durchforstet hatte, bestellte ich ein Käsebrot und eine Portion frittierter Kartoffelstäbchen. Offenbar amüsierte sich der Leiter über meine Wortwahl. Trotzdem fragte er noch nach einem Getränk. Ich bestellte ein löbliches Alpirsbacher Klosterbräu, was es jedoch nicht im Angebot gab, wie der Mensch mir erklärte. So bestellte ich ein Glas Mineralwasser.
Nachdem er meine Bestellung auf einem verdreckten Tablett zusammengestellt hatte, schaute ich ihn verärgert an. Genervt fragte er: "Ist noch etwas?" Ich erkundigte mich, ob wir jetzt schon bei den Hottentotten wären, wo es kein ordentliches Besteck und Geschirr gäbe. Die Kartoffelstäbchen wurden in einer kleinen Papiertüte, das Käsebrot in Papier gewickelt und das Wasser in einem Pappbecher serviert! So etwas Unkultiviertes, sapperlot! Wir sind doch schließlich kultivierte Menschen!
Der Vorgesetzte antwortete, das sei so Standard. Ich entgegnete, dass er sich schämen solle, mit derartigen Manieren der gepflegten Esskultur ins Gesicht zu schlagen und verließ verärgert das Wirtshaus. Ich stieg in meinen Ford Taunus und fuhr heim, wo ein Stück Apfelkuchen mit Schlag und eine Tasse Kaffee auf mich warteten. Heureka!

Liebe Leser, Mc Donald ist ein diabolisches Unternehmen, welches maßgeblich zur Verlotterung der Gesellschaft und insbesondere der Jugend beiträgt. Die Speisen sind sehr fetthaltig und führen zu Übergewicht, die Weichgetränke (limonadenhaltige Erfrischungsgetränke wie Kola, Orangen- und Zitronenbrause) enthalten viel Zucker und lassen die Zähne faulen. Kinder werden dazu erzogen, mit den Fingern anstatt redlichst mit Messer und Gabel zu essen. Die aufdringliche Werbung trägt die Botschaft "Schnellspeisen sind kühl" und spricht insbesondere unseren Nachwuchs an, der bereitwillig sein ganzes Taschengeld bei Mc Donald ausgibt.
Sagen Sie "NEIN" zu diesem Wahnsinn! Bekochen Sie Ihre Kinder zu Hause! Auch unser Nachwuchs wird einen redlichen Schweinebraten mit Spätzle, einen keuschen Gemüseeintopf oder ein deftiges Hirschgulasch mit Knödeln zu schätzen wissen.

Ich fordere ein Verbot von Schnellspeisen!



Baron Jesus Maria von Friedel Konteradmiral a.D. Bodo von Klotz Dr. Traugott Leimhuber Ferdinand Birnbaum Baldian Loth Kardinal Theodore de Marcus